Golliath gewinnt gegen David

In der Kreisliga spielte die 3. Mannschaft gegen einen übermächtigen Gegner, SC Horstmar I, und verlor nur knapp mit 2 : 3.

Am 1. Brett kämpfte unser Mannschaftsführer Arno und sah sich konfrontiert mit einer seltenen und für ihn unbekannten Eröffnung: Die Bird Eröffnung! In Unkenntnis der theoretisch korrekten Antwortzüge geriet er in eine eingeengte Stellung, infolgedessen der überstarke Gegner die Situation nutzte, um Material zu gewinnen. Der Verlust des Turms bedingte die Aufgabe Arnos. 0:1

Der dwz-stärkste Gegner aus der Golliath-Truppe saß an Brett 2. Mit weichen Knien, zitternden Händen und einem Adrenalinspiegel, der höher nicht hätte sein können, startete Almut deshalb mit der weltbekannten und millionenfach gespielten Eröffnung „Sizilianisch“. Ganz nach dem Motto: Nur keine Experimente! Das als beidseitig zu bezeichnende passive Spiel mündetet ergo in gleichwertige Abtausche und eine ausgeglichene Situation auf dem Brett, sodass Schwarz nach dem 17. Zug Remis anbot, was Almuts Händen endlich Ruhe bescherte, da sie es dankbar annahm. ½ : ½

An Brett 3 kämpfte Jan, indem er mit der Caro-Kann Tartakower Variante auf die Eröffnung von Weiß antwortete. Nach seiner eher passiven Entwicklung kam es schon früh zum Übergang ins Endspiel, auch infolge des Damen- und je einem Turmtauschs. Weiß erarbeitete sich eine passive Stellung, verfügte aber über einen Freibauern. Nachdem Jan ein paar Tempozüge machte, widerfuhr ihm eine Ungenauigkeit. Trotzdem erhielt er das Läuferpaar und versuchte schlussfolgernd Druck auf den Freibauern auszuüben. Leider ohne Erfolg! Weiß zwang Jan zu einem Fehler, ohne ihn letztendlich nutzen zu können. In der Überzeugung einen Fehler ausgeführt zu haben, bot Weiß dann Remis an. ½ : ½

An Brett 4 startete Frank gegen Norbert. Frank wählte einen aktiven Aufbau. Im Mittelspiel begann Frank einen ambitionierten Mattangriff auf den schwarzen König und opferte dafür einen Läufer auf g6. Die Idee war gefährlich. Allerdings erwies sich die Zugreihenfolge als ungenau, sodass Schwarz das Opfer annahm und sich anschließend solide verteidigen konnte. Nach dem folgenden Damentausch war der Angriff endgültig abgewehrt. Im anschließenden Endspiel gelang es Norbert mit aktiveren Figuren zunehmend die Initiative zu übernehmen. Frank kämpfte lange und hielt die Partie über 50 Züge offen, musste sich aber schlussendlich geschlagen geben. 0:1

An Brett 5 kämpfte Roman für die 3. Mannschaft gegen Peter. Roman konnte nach einem langen Mittelspiel im Endspiel eine Dame durch Umwandlung eines Bauern gewinnen. Dieser Umstand verhalf ihm zum Sieg. 1:0

Bericht von Almut Falge-Schönfeld

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