Am möglicherweise einzigen Winterwochenende des Jahres wurde in der Bezirksklasse Schach gespielt: die zweite Mannschaft des SK Werne empfing die Nachbarn aus Rünthe.
Weiter als einmal über die Lippe hätte bei den Glättewarnungen vermutlich auch niemand gerne fahren wollen.
Zwei der Partien wurden nicht durch Züge am Brett entschieden: ein Spieler aus Rünthe war kurzfristig erkrankt, so dass die Gäste mit nur sieben Spielern anreisten und Egon Zimmermann an Brett 3 kampflos gewann. Bei einem Spieler aus Werne klingelte das Handy, womit er automatisch verloren hatte.
Zwei weitere Partien endeten mit friedlichen Remis nach nicht all zu langer Spielzeit: Manfred Pälmke an Brett 1 und Joseph Nadrowski an Brett 4 einigten sich mit den alten Bekannten auf der gegenüberliegenden Seite des Bretts jeweils auf eine Punkteteilung.
Auch Ludwig Zsok an Brett 8 spielte nicht sehr lange – allerdings erzielte er einen vollen Punkt durch einen schnellen Sieg.
Damit stand es zwischenzeitlich 3:2 für die Werner. Bei ausgeglichenen Stellungen an den übrigen drei Brettern gute Chancen auf einen Sieg oder zumindest ein Unentschieden im Mannschaftskampf. Doch leider kippte die Begegnung ab da zugunsten der Gäste.
Bei Mark Mescher an Brett 5 (er hatte einen leckeren selbstgebackenen Kuchen für die Spieler mitgebracht) ging es hin und her. Einmal hatte der Gegner eine druckvolle Stellung, dann konnte Mark auf Angriff spielen. Am Ende setzte sich jedoch der Spieler aus Rünthe durch und glich für seine Mannschaft aus.
Mannschaftsführer Thomas Höselbarth an Brett 2 einigte sich daraufhin mit seinem Gegner auf Remis in der Hoffnung, dass auch die letzte verbleibende Partie mit einer Punkteteilung enden würde und der Mannschaftskampf unentschieden ausgänge.
Leider war dem aber nicht so. Marlon Mescher an Brett 7 kämpfte zwar verbissen, geriet aber immer stärker unter Druck. In beiderseitiger Zeitnot versuchte er alles, wurde am Ende aber in aussichtsloser Stellung matt gesetzt.
Durch diesen 4.5:3.5 Erfolg konnten die Rünther mit einem vollen Punkt in der Tasche über die Lippebrücke nach Hause fahren.
