Gerade mal zwei Wochen nach dem hart umkämpften Heimspiel gegen KS Hamm II musste die zweite Mannschaft diesmal auswärts gegen die Schagemeinschaft Werl-Wickede 2 ran. Die Vorweihnachtszeit 2025 wird wohl als eine der stressigsten in die Vereinsgeschichte eingehen.
Nachdem fehlende Uhren beschafft und eingestellt waren gingen die Partien mit zehnminütiger Verspätung los.
Am Spitzenbrett einigte sich Manfred Pälmke mit seinem Gegner nach bereits eineinhalb Stunden in ausgeglichener Stellung auf ein Remis.
Mehr los war bei Egon Zimmermann an Brett 3, der seine Stellung langsam aber sicher immer weiter verstärken konnte. Zunächst verpasste er seinem Gegner einen Isolani, dessen Verteidigung Kräfte band. Dadurch eröffnete sich die Möglichkeit eines Königsangriffs unter Bauernopfer, der schließlich zum Sieg führte.
An Brett 5 lief es für Mark Mescher weniger gut. In einer komplizierten Variante der Skandinavischen Verteidigung stellte er eine Figur ein. Obwohl er noch einige taktische Tricks versuchte war die Niederlage am Ende nicht abzuwenden.
In der Partie von Hamed Ismailzade an Brett 6 ging es lange Zeit ruhig und ausgeglichen zu. Im Partieverlauf machte der Gegner jedoch einen Fehler, den Hamed zum Sieg ausnutzen konnte.
An Brett 7 konnte Moritz von Heusinger einigen Druck auf die gegnerische Stellung entfalten. Der Gegner verteidigte sich jedoch zäh, so dass man sich am Ende auf Remis einigte.
Auch die Partie von Marlon Mescher an Brett 8 verlief erfolgreich. Nach einem Qualitätsgewinn wickelte er in ein sicher gewonnenes Endspiel ab, welches der Gegner schließlich aufgab.
Da es zu diesem Zeitpunkt bereits 4:2 für die werner Mannschaft stand konnte Mannschaftsführer Thomas Höselbarth an Brett 2 beruhigt Remis anbieten. In einer indischen Eröffnung war das Spiel bis zum 22. Zug ausgeglichen verlaufen; dann jedoch übersah der Gegner, dass er beim von ihm angebotenen Figurentausch durch eine Kombination einen Bauern verlieren würde. Aufgrund dieser deutlich schlechteren Stellung nahm der Gegner das Remisgebot an, obwohl es die Niederlage seiner Mannschaft besiegelte.
Die Partie von Joseph Nadrowski an Brett 4 war somit für den Ausgang des Mannschaftskampfes nicht mehr entscheidend. Nach einer wilden Partie, in der mal die eine und mal die andere Partei materiellen Vorteil erzielen konnte, ging der werler Spieler am Ende als Sieger vom Brett.
Durch diesen 4.5:3.5 Erfolg konnte sich SK Werne II etwas vom Tabellenende der Bezirksklasse absetzen. Da sich die Mannschaft aber immer noch auf dem drittletzten Tabellenplatz befindet sollten noch einige Punkte geholt werden. Zum Beispiel am 11. Januar beim schwierigen Heimspiel gegen die Nachbarn aus Rünthe.

