Hart umkämpfte Punkteteilung der 2. Mannschaft

Am 1. Advent wurde die Bezirksklassen-Begegnung SK Werne II gegen KS Hamm II nachgeholt. Plangemäß hätte bereits am Sim-Jü-Wochenende gespielt werden sollen; der Termin war jedoch frühzeitig wegen der zu erwartenden Anfahrt- und Parkplatzprobleme verschoben worden. Im Nachhinein eine um so bessere Entscheidung, da das Martin-Luther-Zentrum in der Nacht vor dem ursprünglichen Spieltermin durch einen Brand schwer beschädigt wurde und man sowieso hätte absagen müssen.
Diesmal ging alles gut: der Gegner fand pünktlich ins Spiellokal und der Mannschaftskampf konnte beginnen.

Die erste Entscheidung fiel an Brett 3: Der hammer Gegenspieler von Kalli überzog die Eröffnung und musste Zug um Zug seine schon entwickelten Figuren wieder zurückziehen. In der so entstehenden gedrückten Stellung büßte er eine Figur ein und gab die Partie auf.
Zur gleichen Zeit hatte  Manfred an Brett 1 eine Qualität gegen einen Bauern gewonnen, Josef an Brett 5 umgekehrt seinen Turm gegen Springer und Bauer eingetauscht, Egon an Brett 4 besaß einen Mehrbauern. Die Partien von Thomas (Brett 2) , Hamed (Brett 6) , Moritz (Brett 7) und Ludwig (Brett 8) waren ausgeglichen.

Eine weitere knappe Stunde später endete die Partie von Egon an Brett 4.
Nach der Eröffnung in der Londoner Partie und der langen Rochade hatte er bei halb geöffneter h-Linie einen vielversprechenden Königsangiff gestartet. Da Schwarz noch nicht rochiert hatte, opferte Egon einen Springer gegen drei Bauern. Nach erzwungenem Damen- und Turmtausch mit einem Doppelbauer auf g3 stand er aber etwas schlechter und bot Remis, das der Gegner nach Rücksprache mit seinem Mannschaftsführer annahm.

Mit dem Zwischenstand von 1,5 : 0,5 stand der SK zu diesem Zeitpunkt gut da. In der Folge wendete sich aber das Blatt: Joseph musste Dame und alle Figuren tauschen, wonach der Gegner mit einem entfernten Freibauern auf Gewinn stand und die Partie bald für sich entschied.
Hamed wickelte einen Figurentausch unglücklich ab, verlor dabei eine Figur und musste bald ebenfalls aufgeben. Ludwig verlor nicht nur 3 Bauern, die Mehrbauern des Gegners waren auch noch allesamt Freibauern. So musste sich auch Ludwig geschlagen geben.

Mit 1,5 : 3,5 Punkten stand die werner Mannschaft mit dem Rücken zur Wand, denn den Gegnern fehlte nur ein Punkt zum Mannschaftssieg. Und die restlichen Partien sahen alle recht ausgeglichen aus, lediglich Manfred hatte nach wie vor leichten Vorteil mit Qualität gegen einen Bauern.
Aber obwohl die Gegner an allen Brettern Remis anboten kämpften die Werner aufopferungsvoll weiter.
Nach 4 Stunden Spielzeit hatte Moritz Schritt für Schritt seine Stellung verbessert und konnte schließlich eine vielversprechende Springergabel anwenden. Der Gegner verlor daraufhin völlig den Faden. Anstatt sich mit einem Qualitätsverlust abzufinden verlor er gleich eine ganze Figur und zwei Bauern, wonach er schließlich aufgab.
Auch Thomas hatte es in schwieriger Stellung nach langem Hin und Her geschafft, eine Qualität zu gewinnen. Der Gegner verteidigte sich aber zäher und startete unter Figurenopfer einen Gegenangriff auf Thomas‘ König. Nachdem der Monarch fast über das komplette Brett gejagt worden war ging es aber nicht weiter und der hammer Spieler musste mit hoffnungslosem Materialnachteil aufgeben.

Somit war der Mannschaftskampf mit 3.5:3.5 plötzlich wieder völlig offen.
Manfred hatte zwar nach wie vor eine Qualität mehr. Die gegnerischen Bauern waren aber so weit vorgerückt, dass der Partieausgang offen war. Da beide Spieler das Risiko einer Niederlage scheuten und es auch schon nach 19 Uhr war einigten sie sich auf Remis.

So endete auch der Mannschaftskampf zwischen SK Werne II und SK Hamm II unentschieden, womit beide Mannschaften zufrieden waren.